»Strategische Steuerung im E-Government« bei Springer Gabler erschienen

Mein neues Buch „Strategische Steuerung im E-Government: Mit der Digital Public Balanced Scorecard zur zukunftsfähigen Verwaltung“ ist nun bei Springer Gabler erschienen. Darin beschäftige ich mich unter anderem mit einer Frage, die aktuell viele Verwaltungen und politische Entscheidungsträger umtreibt, nämlich: "Wie kann die digitale Transformation im öffentlichen Sektor so gesteuert werden, dass sie nicht nur technische Verbesserungen bringt, sondern langfristig echte Veränderungen und Mehrwerte schafft?"

Die Digitalisierung der Verwaltung wird oft vor allem technisch gedacht und Fragen der Software, digitaler Formulare, Plattformen und Schnittstellen stehen im Mittelpunkt. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass technologische Lösungen alleine nicht ausreichen, nachdem viele Projekte ins Stocken geraten, weil die zugrunde liegenden Strukturen zu komplex sind, Zuständigkeiten unklar bleiben oder eine übergreifende Strategie fehlt. Das führt dazu, dass sich Digitalisierungsbemühungen in Einzellösungen verlieren, ohne dass ein schlüssiges Gesamtsystem entsteht. Genau an dieser Stelle setzt mein Buch an, indem es zeigt, wie digitale Verwaltungsmodernisierung mit einer klaren strategischen Steuerung verbunden werden kann.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der von mir entwickelten Digital Public Balanced Scorecard (DPBSC), einer Weiterentwicklung der klassischen Balanced Scorecard, welche speziell auf die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen der öffentlichen Verwaltung zugeschnitten ist. Während die klassische Balanced Scorecard vor allem in Unternehmen genutzt wird, erweitert die DPBSC den Ansatz um weitere wichtige Faktoren und ermöglicht es, Digitalisierungsprojekte nicht nur zu steuern, sondern auch ihren Nutzen für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Verwaltung selbst messbar zu machen.

Im Buch werden sowohl die theoretischen Grundlagen als auch praktische Anwendungsmöglichkeiten der DPBSC beschrieben sowie anhand von hypothetischen Fallstudien aus Bund, Ländern und Kommunen verdeutlicht, wie Verwaltungen dieses Instrument in ganz unterschiedlichen Kontexten einsetzen können.

Das Werk richtet sich an verschiedene Zielgruppen: Für Führungskräfte und Entscheidungsträger in Verwaltungen bietet es konkrete Ansätze, um Digitalisierungsprojekte effizienter und zielgerichteter zu gestalten. Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Public Management und der Verwaltungswissenschaft liefert es eine theoretische Grundlage und einen Beitrag zur Diskussion um die Modernisierung des Staates. Auch für Studierende und Interessierte, die sich mit Fragen der Verwaltungsdigitalisierung und ihrer strategischen Steuerung auseinandersetzen, kann das Buch eine wertvolle Orientierung bieten.

Auf knapp 300 Seiten werden nicht nur rechtliche und politische Rahmenbedingungen, etwa das Onlinezugangsgesetz und seine Weiterentwicklungen, behandelt, sondern auch zentrale Fragen der Organisation und Steuerung. Es geht darum, klassische Management- und Controllinginstrumente so weiterzuentwickeln, dass sie den Besonderheiten öffentlicher Organisationen gerecht werden. Dabei wird aufgezeigt, wie sich Effizienz, Transparenz und Bürgerorientierung miteinander verbinden lassen, ohne die rechtlichen und gesellschaftlichen Anforderungen aus dem Blick zu verlieren.

Besonders wichtig war mir, wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zusammenzuführen. Daher fließen in das Buch neben theoretischen Modellen auch Erkenntnisse aus Gesprächen mit Praktikerinnen und Praktikern ein. Diese Verbindung soll es ermöglichen, nicht nur abstrakte Konzepte zu vermitteln, sondern konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen, die Verwaltungen bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategien unterstützen können.

Maurer, Julian Walter (2024)

Strategische Steuerung im E-Government: Mit der Digital Public Balanced Scorecard zur zukunftsfähigen Verwaltung

Wiesbaden: Springer Gabler. DOI: 10.1007/978-3-658-48732-4

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